Der  Gröbenzeller Fairtrade Fußball

2017 hatten Schüler des Gymnasiums Gröbenzell 23 Designs für einen Gröbenzeller Fairtrade-Fußball entworfen.
Im Frühjahr 2019 wurde der Ball dann offiziell vorgestellt.

Die 23 Entwürfe

Die schwierige Entscheidung für den richtigen Ball

Lange war unklar, welches Motiv es denn werden sollte.

Dies war aufgrund der hohen Qualität der Entwürfe nicht einfach.

So ließ man letztlich die Firma „Badboyz Ballfabrik“, den Lieferanten der Fairtrade-Bälle, entscheiden.

Dort wurde dann der jetzt umgesetzte Entwurf vorgeschlagen, da er Kriterien wie technische Umsetzung und Eignung als Fußball am besten erfüllte.

Produziert wird der Gröbenzeller Fairtradeball übrigens durch eine Fairtrade-zertifizierten Fabrik in Sialkot, einer Stadt im NordwestenPakistans.

Ein Ball ging an Marie Debove, die Schülerin, deren Entwurf jetzt zum Gröbenzeller Fairtrade-Ball wurde.

Der Ball soll mehr als ein Symbol sein

Wir wollen Schulen, Kindergärten und Vereine überzeugen, wo immer möglich fair gehandelte Bälle einzusetzen.

Wo es sinnvoll ist, gerne auch den Gröbenzeller Fairtrade Ball.

Ein erster Schritt:

Wir haben 4 Bälle an das Fairtrade Gymnasium übergeben – als Dank für die Schülerinnen und Schüler,
die diesen Ball erst möglich gemacht haben.

Fairplay beginnt vor dem Spiel

Wer einen Fairtrade-zertifizierten Sportball kauft, ermöglicht den Nähern und Näherinnen deutlich verbesserte Lebens- und
Arbeitsbedingungen. Die Produktion dieser Bälle erfolgt in zertifizierten Werkstätten, die regelmäßig kontrolliert werden.

Was bewirkt Fairtrade?
    • Die Beschäftigten sind demokratisch organisiert und haben Mitspracherechte.
    • Diskriminierungen sind ebenso verboten wie Zwangs- und Kinderarbeit.
    • Die Löhne müssen mindestens dem gesetzlichen Mindestlohn entsprechen, und werden schrittweise durch Lohnerhöhungen an einen existenzsichernden Lohn angeglichen.
    • Zusätzlich zahlen die Händler eine Fair-Trade-Prämie, mit welcher Gemeinschaftsprojekte finanziert werden.
      Hierzu zählen z. B. Krippen für die Kinder von Näherinnen oder Fortbildungsmaßnahmen sowie kostenlose Computerkurse. Oft dient die Prämie auch zur Finanzierung von Fonds für Kleindarlehen, die dann den Weg in die Selbstständigkeit ermöglichen.
    • Die Fairtrade-Standards beinhalten weitgehende Regelungen zum Gesundheitsschutz und zur Arbeitssicherheit.
    • Weitere wichtige Elemente sind regelmäßige Arbeitszeiten sowie Urlaubs- und Mutterschutz.

Warum Fairtrade  so wichtig ist

Hochwertige Sportbälle werden von Hand genäht. Sie kommen aus Indien, Vietnam, Thailand und vor allem aus der „Welthauptstadt der Ballmacher“: Dem pakistanischen Sialkot.

Bis zu 60 Millionen Fußbälle werden dort Jahr für Jahr hergestellt – jeder mit rund 700 Stichen. Umgerechnet 50 Cent bekommen die Näherinnen und Näher pro Ball – sechs Bälle schaffen sie im Schnitt pro Tag.
Dafür müssen sie zehn Stunden und mehr arbeiten.

Der Lohn und die Arbeitsbedingungen der meisten Näherinnen und Näher in Sialkot sind schlecht.

Kinderarbeit?

Auf Grund öffentlichen Drucks wurden Ende der
1990er-Jahre internationale Arbeitsnormen in Sialkot durchgesetzt.

Seither ist diese aufwändige Handarbeit für Kinder unter 14 Jahren offiziell verboten.
Ob die Kontrollen das Verbot lückenlos durchsetzen können, darf bezweifelt werden.

Das grundsätzliche Problem ist geblieben:
Das Einkommen der Eltern für das Nähen von Bällen reicht nicht aus, um die Familie zu ernähren.